Ein neuer Tag

Ein neuer Tag und wieder

hängen Regenfäden vom Himmel,

der grau und gelangweilt

über den einheitlichen Häusern hängt.

 

Aus dem traumlosen Schlaf verwirrt erwacht,

Zeit für ein paar Gedanken.

Plötzliche Panik treibt dich aus dem Haus,

unter den Reifen der Asphalt rauscht.

 

Menschen suchen Schutz,

zwingen sich geduckt an Hauswänden entlang.

An Hausecken lauert die Polizei,

Plakate deine Augen schmerzen.

 

Du suchst Ruhe in dieser aufgeschäumten Hektik.

Eine Türe steht dir offen,

Lieder durch deine Ohren rocken,

dein Körper nach Zärtlichkeit hungert.

 

Ein Schluck warmer Kaffee,

eine Zigarette, mit deren Rauch du genussvoll spielst

Du schließt die Augen,

eine Stimme dir Liebe für den Tag schenkt, Danke!

 

Gedicht aus der Sammlung, die frühen Jahre, 1975 – 1980, Harald Bulling

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