Das bedingungslose Grundeinkommen und die Generation Plattenspieler!

BGEFRALLEGerade im Sommerloch melden sich die Vertreter der Medien von der Generation Plattenspieler gerne zu Wort, um das BGE oder nur das Grundeinkommen an für sich zu Grabe zu tragen. So tauchte zum Ende dieser Woche die Meldung in einigen Medien auf, „Ontario-Projekt Grundeinkommen in Kanada gestoppt“.

So die Schlagzeile der Süddeutschen auf jeden Fall. Näheres kann man im Internet nur erfahren, wenn man den Adblocker  umgeht, mache ich natürlich nicht. „Bitte deaktivieren Sie Ihren Adblocker für unsere Seite, um weiterlesen zu können“.

Sehr gut über die Hintergründe wird man ohne viel Firlefanz im Magazin der „Gründerszene“ informiert. „Kaum sind die Konservativen in Ontario an der Macht, ist das Grundeinkommen Geschichte“. Es geht also rein um eine politische Grundsatzentscheidung und im konkreten Fall die der Generation Plattenspieler.

Grund 2Das Projekt wurde aber auch nur als „Grundeinkommen“ für Einwohner mit einem Einkommen unterhalb von 34 000 kanadischen Dollars für drei Jahre 2017 ins Leben gerufen. Juni 2018 siegten dann die Konservativen mit ihrem Spitzenkandidaten und „Trump light“ Mann, Doug Ford, der umgehend das Grundeinkommen strich.

Die Empfänger bis dahin zeigten sich tief enttäuscht. „Ich bin schockiert“, sagte ein Bezieher dem kanadischen Sender CBC. „Ich hatte einen Dreijahresplan und jetzt ist es vorbei.“

Schon im Frühjahr 2018 kam es zu ähnlichen Schreckensmeldungen über das Projekt Grundeinkommen in Finnland. Fast alle deutschen Printerzeugnisse berichteten über das Aus für das Modell. Zuvor kamen Artikel in Umlauf, das Projekt würde immer mehr aufgeweicht, was immer die Generation Plattenspieler damit gemeint hat.

April 2018 folgte der große Schlachtruf, die Regierung stoppt Grundeinkommen. Dann jedoch nach und nach die Wahrheit. Finnland schließt erst mal das Projekt in der vorgesehenen Zeit ab ,um es auszuwerten. Und da es sich um eine Randgruppe mit hoher sozialer Benachteiligung gehandelt hat, dürfte die Aussagetiefe so oder so begrenzt sein. Damit will ich weder den bisherigen Erfolg des Projekts noch die sehr gute Arbeit der Leiterin, Frau Marjukka Turunen  bewerten, doch ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ ist nicht nur für Arbeitslose oder finanzschwache Bürger gedacht, sondern für alle, Beamte, Studenten, Unternehmer, Künstler, Sportler, Rentner, Christen, Musiker und Kinder.

Von daher beachtet das „BGE“ den Gleichheitsgrundsatz unseres GG, was viele immer übersehen, das System Rente, Pension, Krankenkassen, Pflege, Arbeitslosenversicherung, Hartz IV und Beamtenstatus macht das nicht. Es ist daher auch nicht verwunderlich, wenn man auf das Projekt Finnland zurück kommt, dass die Zeitjournalistin Luisa Jacobs in ihrem Interview mit Marjukka Turunen bei den 2 000 Beziehern des befristeten Grundeinkommens von „Probanden“ spricht.

Barstr., Wilmersdorf, Mr. Fu, 22.05.2015Nimmt man alle bisherigen Modelle und wertet sie aus, waren sie immer ein Erfolg und wurden nur von Ideologen der Schule „Generation Plattenspieler“ aus Angst gestoppt oder bei Seite geschoben. Doch mehr und mehr Projekt laufen nach und nach an, von Kenia bis Frankreich, von Finnland bis in die Schweiz und es werden noch mehr. Kanada ist ein interessanter Fall deshalb, weil keine Gründe vorliegen das Projekt zu beenden, außer der Angst der Konservativen vor dem Erfolg des Grundeinkommens.

Und am Schluss der Hinweis, bei der Generation Plattenspieler, die das BGE ablehnt, handelt es sich nicht um die „klassische Schule“ der Konservativen, sondern auch um die der „Sozialdemokratie“. Die derzeitige Vorsitzende der SPD, Andrea Nahles, hat schon als Bundearbeitsministerin kundgetan, dass sie vom bedingungslosen Grundeinkommen wenig hält. Bei den Gewerkschaften sieht es nicht besser aussehen. Deshalb sollten wir uns nicht mürbe machen

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