Rentnerinnen und Rentner West die großen Verlierer der Einheit?

Mit einem Artikel über die aktuelle Situation der Rentner eröffnet das Onlineportal „Focus Money“ eine interessante Diskussion über die Lage der Rentner in Deutschland 2018.

trauer-verlustNach den vorliegenden Zahlen bekommen westdeutsche Rentnerinnen bei „regulärem Renteneintritt“ heute netto nur 433 Euro und die Männer auch nur 688 € im Durchschnitt. In den neuen Bundesländern sieht das schon anders aus, Frauen erhalten 810 Euro und Männer sogar 902 €. Das Portal beruft sich dabei auf Zahlen der „BILD-Zeitung“

Nimmt man die Rente ab 63 Jahre, ergibt sich plötzlich ein anderes Bild. Frauen in den neuen Bundesländern erhalten 1058 Euro und Männer 1457 €, was an der Anzahl der Beitragsjahre liegen dürfte, die mit 45 Jahren im Westen oft gegeben sind. Im Osten ergibt sich ein anderes Bild, Frauen erhalten 1018 Euro und Männer 1166 € im Durchschnitt.

barstrase-13112016Wie hoch die Anzahl der einzelnen Rentner in welcher Gruppe ist, fehlt in dem Artikel. Nicht vergessen wurde jedoch die Zahl der Rentenempfänger die Steuern bezahlen müssen, sie liegt nun schon bei 4,4 Millionen, Tendenz steigend.

Eine Gruppe ist auf jeden Fall auf der Verliererstraße, das sind die Frauen West, deshalb hat sich jetzt auch in München ein Bündnis geschlossen, das die „Altersarmut als weiblich“ ansieht und sich wehren will. Das „Münchner Bündnis gegen Altersarmut“ sieht viele strukturelle Probleme gegeben, die für die Altersarmut von Frauen verantwortlich ist.

08-04-2015-marlene-dietrich-bundesplatzSo sind es vor allem für die Frauen die Kinder, die sie zur Welt bringen und fürsorglich erziehen konnten. Ein These lautet, „je mehr Kinder desto größer die Armutsfalle“ und dann jammern unsere Politiker vom demographischen Wandel. Im Grunde muss man feststellen, wer Kinder und damit Beitragszahler in die Welt setzt wird demographisch bestraft und das gerade im Alter, wenn man sich kaum noch nicht mehr mit einem Job helfen kann, um der Armut zu entgehen.

Frauen West sind die großen Verlierer der Einheit und der sozialen Entwicklung der letzten 40 Jahre, insbesondere wenn sie Kinder hatten. Und es wird noch schlimmer werden, wenn man die Diskussion in der Gesellschaft verfolgt. So will die „Junge Union“ und andere christliche Gruppen unter anderem eine „Erhöhung des Renteneintrittsalters“, die Paul Ziemiak, Chef der Jungen Union für „unvermeidlich“ hält. 11Dabei ist die Erhöhung des Renteneintrittsalters ist immer eine Kürzung der Rente insbesondere für die Frauen mit Kindern.

Von daher ist eine Bündnisgründung wie in München nur zu begrüßen und man kann nur hoffen, dass viele mitmachen, gerade wenn es um die Rechte und die soziale Absicherung der Kerngruppe der Gesellschaft geht, den Frauen und insbesondere den Müttern.

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