Kommen die Druckies als Ersatz für uns Menschen?

Eine wahre Flut von Spekulationen über Industrie4.0, Roboter und 3D-Druck als Mutter der Druckies hat die Senderreihe „Zukunft der Arbeit“ in der ARD bei den Printmedien und im Net ausgelöst. Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch Menschen wenn der Druckie alles kann? Das ist dann letztendlich nach einer Woche Zukunft a la ARD die entscheidende Frage.

Nimmt man wie das Freitag-Community-Mitglied Querlenker den 3D Druck als die entscheidenden Faktor in der Ersatzmenschproduktion, dann wird hier an einigen technischen und medizinischen Fortschritten sofort wieder der Ruf nach der Elite lauter, was wir schon aus der letzten Gentechnikdiskussion kennen.

Damals wollte man anhand der vollständigen Entschlüsselung des menschlichen  Genoms nachweisen, das Intelligenz vererbbar sei, und einige, die Elite eben klüger als die breite Masse sei. Am Ende des Humangenomprojekt (HGP) hat man jedoch kein einziges Gen gefunden, das für den IQ zuständig war und sang- und klanglos verschwand der Elitespuk wieder.

Nun also soll über den „Druckie“ ein neuer, idealer Mensch geschaffen werden, der uns dann als breites Massenwesen ersetzt. Welchen Familienstatus haben gedruckte Menschen? Am Ende wird auch diese Diskussion das Schicksal des  Humangenprojekts erleiden.

Bleiben wird jedoch der Fortschritt für uns Menschen. In Zukunft entfällt das krampfhafte Suchen nach Organspender, mit adulten Stammzellen wird die Medizin in der Lage sein wichtige Organe zu drucken und den betroffenen Menschen zu einem würdevollen Leben zu verhelfen.

Und schon heute ist man in der Lage Gewebe zu drucken, mit dem man u. a. neue Medikamente testen kann, ob sie für den Menschen giftig sind bzw. unerwünschte Nebenwirkungen zeigen. Qualvolle Tierversuche gehören dann der Vergangenheit an und auch Menschen als Testpersonen, Probanden genannt, werden kaum noch gebraucht.

Hierin liegt eines der großen Potenziale der 3D Drucktechnik, die dem Menschen ein besseres und gesünderes Leben ermöglicht, wenn auch die Nachteile nicht verschwiegen werden sollen. Da ist z. B. der Einsatz der 3D Drucktechnologie in der Rüstungsindustrie, die nicht an einem langen Leben ihrer Opfer interessiert ist.

by Harald Bulling

Quelle:

https://www.freitag.de/autoren/woz/menschen-aus-dem-3d-drucker

https://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt

http://www.ard.de/home/themenwoche/ARD_Themenwoche_2016_Zukunft_der_Arbeit/3234726/index.html

http://www.seracell.de/kontakt/faqs/was-sind-adulte-stammzellen/

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